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Wissenschaftlicher Ansatz

 Interaktionsforschung

Bei seiner Arbeit macht sich das ZERG Erkenntnisse der "konfessionellen" bzw. der "religiösen Interaktionsforschung" zunutze. Diese geht davon aus, dass sich ein Spezifikum konfessioneller bzw. religiöser Interaktion analytisch isolieren lässt, das dem Aufeinandertreffen von Konfessionen bzw. Religionen, aber auch dem Aufeinandertreffen von Religion und Nicht-Religion (Atheismus, Agnostizismus, religiöse Gleichgültigkeit) zugrunde liegt und dieses steuert. 

Aufgabenbereiche

Eine solche analytische Beschreibung führt zum besseren Verstehen der gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Auswirkungen des Aufeinandertreffens von Konfessionen und Religionen und von Religion und Nicht-Religion. Die Ergebnisse ermöglichen eine Beratung bei Entscheidungsprozessen gesellschaftlicher, politischer und kultureller Steuerung, z.B. in den Bereichen der Kultur-, Sozial- und Schulpolitik. Aufgrund der Komplexität des Phänomenfeldes ist es sinnvoll, die Arbeit des Zentrums in zwei große Aufgabenbereiche zu differenzieren:

  • Themenbereich A: "Konfessionelle Interaktion" beschäftigt sich mit der Binnendifferenzierung des Christentums als der europäischen Mehrheitsreligion und des Verhältnisses des Christentums zu den europäischen Gesellschaften (unter Berücksichtigung der Auswirkungen auch auf den außereuropäischen Raum).
  • Themenbereich B: "Religiöse Interaktion" beschäftigt sich überwiegend mit den anderen in Europa anzutreffenden monotheistischen Religionen Judentum und Islam und deren Interaktion mit dem Christentum in seinen verschiedenen Ausformungen sowie den Bezugsgesellschaften, aber auch mit außereuropäischen Religionen.

 

Angesichts der gegenwärtigen weltpolitischen Lage sollte in beiden Themenbereichen ein besonderes Augenmerk auf die Frage von "Radikalisierung" und "Domestizierung" von Religionen und deren Auswirkungen auf die Bezugsgesellschaften gerichtet werden. Auch sollten die rechtlichen Aspekte der Problemstellung (rechtlicher Rahmen für das Verhältnis der Religionsgemeinschaften zum Staat) nicht vernachlässigt werden.

 

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