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25. Forum Religionen in der Gesellschaft

Öffentlicher Vortrag mit Diskussion

"Germanisches" Neuheidentum: Völkisches Erbe oder postmoderner religiöser Pluralismus?


von Schnurbein 1

Prof. Dr. Dr. h. c. Stefanie von Schnurbein

Humboldt-Universität Berlin

Donnerstag, 14. Juni 2012
19:30-21:00 Uhr
Hörsaal XIII, Hauptgebäude der Universität Bonn
Am Hof 1, 53113 Bonn


Das „germanische“ Neuheidentum versuchte im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts eine den Deutschen bzw. „Ariern“ gemäße, „arteigene“ Religion zu schaffen, die insbesondere gegen den „fremden“ Einfluss von Christentum (und damit – in antisemitischer Stoßrichtung – vor allem dessen Wurzeln im Judentum) gerichtet war. Seit den 1990er und 2000er Jahren haben große Teile des „germanischen“ Neuheidentums in Deutschland, Skandinavien und den USA gegen diese rassistischen Wurzeln und rechtsradikale Lesarten ihrer Religion Stellung bezogen. Im selben Zeitraum haben sich Ideen, die früher tendenziell dem rechtsradikalen Denken zugeordnet worden wären, im gesamtgesellschaftlichen Diskurs etabliert.

Am Beispiel der kontrovers geführten Diskussionen um das eigene Religionsverständnis, untersucht der Vortrag solche Veränderungen innerhalb des „germanischen“ Neuheidentums und ihre Situierung in gesamtgesellschaftlichen Debatten.



Moderation: Prof. Dr. Wolfram Kinzig
Evangelisch-Theologische Fakultät, Sprecher des ZERG

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