3. Forum Religionen in der Gesellschaft

"God and Murder - The Literary Representation of Religion in English Crime Fiction"


Symposion, öffentliche Lesung und Filmvorführung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie sowie dem studium universale


13. und 14. November 2006
Festsaal, Hauptgebäude der Universität Bonn


PD James

 
P.D. James
Britische Schriftstellerin

Prof. Dr. Wolfram Kinzig & Prof. Dr. Uwe Baumann
Einführung

Prof. Dr. Uwe Baumann
Nuns, Friars, Priests and Monks as Detectives in Modern English Historical Mysteries

Gislind Rohwer
Murder in a Cathedral - Literary Form of the Church as Crime Scene

Prof. Dr. Torsten Verrel
Kriminologische Betrachtungen zu Mord und Religion

Prof. Dr. Volker Ladenthin
Am Anfang war der Mord - Kriminalerzählungen und Religion

Prof. Dr. Wolfram Hogrebe
Erkenntnis und Bild - Wie kommt das Böse in die Welt?

PD Dr. Ulrich Volp
"Suicide is a fine thing, very often" - Überlegungen zu Suizid und christlicher Ethik im englischen Kriminalroman

PD Dr. Michael Roth
Ein Mord, den jeder begeht


Das Symposium war veranlasst durch die Beobachtung, dass Religion in Teilen der englischsprachigen Kriminalliteratur zwar eine zentrale Rolle spielt, darüber bisher aber kaum wissenschaftliche Untersuchungen vorliegen.

Vor diesem Hintergrund leisteten die Referentinnen und Referenten grundlegende Definitionsarbeit: zum Zusammenhang von religiösen Schauplätzen und literarischen Techniken, von fiktiven Charakteren und ihrer Repräsentation christlicher Religion, von der literarischen Funktion der des Kriminalromans und literarischen Traditionen im Judentum und Christentum, von religiös konnotierten tatsächlichen Kriminalfällen und ihrer literarisch-journalistischen Aufarbeitung sowie von gesellschaftlicher Konvention, christlicher Ethik und dem in der Kriminalliteratur reflektierten Kanon gesellschaftlicher und religiöser Normen.


Höhepunkt der Veranstaltung war der Beitrag von Baroness James of Holland Park (P.D. James), der gegenwärtig vielleicht prominentesten Autorin englischer Kriminalromane. Wähend ihre Lesung einen Einblick in die englische Tradition der Aufnahme von Religion im Kriminalroman gab, stellte sie durch ihre Diskussionsbeiträge eine lebhafte Interaktion zwischen akademischer Theorie und den Hintergründen der literarischen Praxis sicher.


Die Ergebnisse des Symposiums wurden in Band 3 der ZERG-Publikationsreihe "Studien des Bonner Zentrums für Religion und Gesellschaft" unter dem Titel "God and Murder" publiziert.

Näheres zu diesem Band erfahren Sie hier.

 

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