4. Forum Religionen in der Gesellschaft: Neues vom Atheismus?

Öffentlicher Vortrag mit Podiumsdiskussion in Kooperation mit dem
Rheinischen LandesMuseum Bonn

Gab es in der Antike 'Halbchristen'?


Professor Dr. Christoph Markschies
Professor für Ältere Kirchengeschichte und Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin

1. Februar 2007

Gab es in der Antike Menschen, die gleichzeitig einen Tempel und hinterher die Kirche besuchten, also nach christlichen Maßstäben Gott und die Götzen verehrten? In der Wissenschaft werden solche Menschen als "Halbchristen" bezeichnet. Ist dieser Terminus sinnvoll? Gab es entsprechende Menschen überhaupt? Und was weiß man wirklich über Sie?

Der Vortrag fand im Zusammenhang mit der Ausstellung "Von den Göttern zu Gott. Frühes Christentum im Rheinland" des Rheinischen LandesMuseums Bonn vom 14. Dezember 2006 bis 15. April 2007 statt.   

Die kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der Epoche zwischen dem vierten und achten Jahrhundert bilden die Grundlagen des heutigen Europa. Kaum eine Region ist so reich an Objekten aus dieser bewegten Zeit wie das Rheinland. Die Ausstellung im Rheinischen LandesMuseum Bonn zeigt zum ersten Mal die bedeutendsten und schönsten Funde aus dem Gebiet zwischen Xanten und Worms im historischen Kontext. Wissenschaftliche Grundlage bilden die intensiven Forschungen der letzten 20 Jahre, besonders in den alten Römerstädten an Rhein und Mosel.
Die ca. 250 Exponate aus zahlreichen deutschen und internationalen Sammlungen - u. a. Waffen, Steinmonumente, Goldgläser, Fibeln, Schmuck, kostbare Handschriften und Modelle - dokumentieren den spannenden Übergang von den alten Kulten und Religionen der Spätantike bis zum christlichen Karolingerreich Kaiser Karls des Großen.

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