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Was there Religion in Antiquity? Josephus and Wittgenstein on the Case

 
 
Vortrag und Diskussion

Prof. Dr. Daniel Boyarin
University of California, Berkeley

Dienstag, 31. Mai 2016
19:30 - 21:00 Uhr
Hörsaal I, Universitätshauptgebäude
Am Hof 1, 53113 Bonn

 

Die Frage, was Religion „eigentlich“ sei, bewegt Theologen und Philosophen seit der Aufklärung. Dennoch ist der Begriff im intellektuellen Diskurs unserer Tage mehr denn je präsent. Doch wie ist es das eigentlich, wenn es in einer Kultur kein Wort für „Religion“ gibt? Gibt es dann auch keine – Religion? Fehlt mit dem Wort auch die Sache?
 
Dieser Frage ging der Judaist und Historiker Prof. Dr. Daniel Boyarin (University of California, Berkeley) in seinem Vortrag an antiken Beispielen im Kontext des heutigen philosophischen Denkens nach und brachte dabei in überraschender Weise den jüdischen Historiker Josephus mit dem Philosophen Ludwig Wittgenstein ins Gespräch.
 
 
Prof. Dr. Daniel Boyarin
 
Der renommierte Historiker und Judaist Prof. Dr. Daniel Boyarin (*1946) ist amerikanischer und israelischer Staatsbürger. Nach seinem Studium am Goddard College, am Jewish Theological Seminary und an der Columbia-Universität wurde er am Jewish Theological Seminary mit einer Arbeit über den Talmud promoviert. Danach war er Professor an der Ben-Gurion-Universität des Negev, an der Hebräischen Universität Jerusalem, an der Bar-Ilan-Universität, in Yale und Harvard, an der Yeshiva University. Seit 1990 lehrt er Talmud an der Universität von Kalifornien in Berkeley im Fachbereich Nahost-Studien. Für seine Untersuchungen und Publikationen wurde er mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. Sein Buch Border Lines: The Partition of Judaeo-Christianity (2004) hat die Forschung zur Geschichte der jüdisch-christlichen Beziehungen grundlegend verändert. Boyarin ist Mitherausgeber führender Fachzeitschriften. Seit 2005 ist er auch Mitglied der American Academy of Arts and Sciences.

 

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