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Prof. Dr. Dr. Manfred Hutter

RV SoSe2009 Manfred Hutter

Montag, 15. Juni 2009
19:30 - 21:00 Uhr
HS 4, Hauptgebäude der Universität Bonn

Thema:
„Vor Blitz und Ungewitter …“: Riten zur Abwehr und Mythen zur
Bewältigung von Naturkatastrophen


Antike Kulturen des Vorderen Orients sahen „Naturkatastrophen“ oder Epidemien häufig als übernatürliche Phänomene, die als Folge menschlichen Vergehens durch Götter bewirkt werden. Dadurch entwickelten Angehörige solcher Kulturen ein reichhaltiges rituelles Repertoire, solche „Störfälle“ innerhalb der Gesellschaft zu beheben bzw. im Falle der Ankündigung eines Unglücks durch ein Orakel, die nach Möglichkeit durch Rituale oder Gebete abzuwehren. Teilweise klingt dies auch in Mythen an. Anhand einiger Rituale und Mythen aus dem Alten Orient, die sich mit negativen Folgen von Gewittern, Seuche oder großen Überschwemmungen, deren Deutung und Bewältigung befassen, soll dieser Umgang von Menschen mit Unglücksfällen im Vortrag dargestellt werden.

Vortragender:
Prof. Dr. Dr. Manfred Hutter ist Leiter der Abteilung für Religionswissenschaft des Instituts für Orient- und Asienwissenschaften der Universität Bonn und Mitglied des ZERG.
Derzeitige Forschungsschwerpunkte bilden u. a. die Religionsgeschichte Kleinasiens vom Beginn des 2. Jahrtausends v.Chr. bis zur Mitte des ersten Jahrtausends v.Chr. sowie Identitäts-, Interaktions- und Rechtskomponenten von Religion.

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