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Prof. Dr. Dr. Manfred Hutter

Hutter1


Dienstag, 03. Mai 2011
19:00 - 20:30 Uhr
Hörsaal I, Hauptgebäude der Universität Bonn

 

Thema:
Starb Jesus in Kaschmir?

In Srinagar im indischen Kaschmir wird heute noch das Grab Jesu gezeigt. Einer dort weit verbreiteten Auffassung zufolge soll Jesus einen Teil seiner Jugend in Indien verbracht haben, nach der Kreuzigung, die er überlebt hat, dorthin zurückgekehrt und schließlich in Kashmir gestorben und begraben sein. Diese Vorstellungen sind zum Teil eine Erfindung von N. Notovitch vom Ende des 19. Jahrhunderts, zum Teil stammen sie von Ghulam Ahmad, in dessen Islam- Interpretation Jesu Tod in Kashmir eine wichtige Rolle spielt.  

Der Vortrag skizzierte einerseits die Inhalte dieser "(Un-)Wissenschaft", wies andererseits aber auch auf deren religionsgeschichtliche Bedeutung hin, da diese Vorstellungen für die Gläubigen im Ahmadiyya-Islam Relevanz haben. In einem kurzen Exkurs wurde auch ein Blick in die moderne japanische Religionsgeschichte geworfen, da einige neue japanische Religionsstifter dieses Motiv ebenfalls – in Variation – aufgreifen. 

 

Vortragender:
Prof. Dr. Dr. Manfred Hutter lehrt seit Oktober 2000 als Professor für Vergleichende Religionswissenschaft am Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn. Er ist seit der Gründung 2005 Mitglied und ehemaliges Vorstandsmitglied (2005 bis 2007) im Zentrum für Religion und Gesellschaft.  

 

 

 

 

 

 

 

 
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