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Prof. Dr. Stephan Conermann

Prof. Dr. Stephan Conermann


Dienstag, 20. November 2012
19:30 - 21:00 Uhr
Hörsaal XV, Hauptgebäude der Universität Bonn


Thema:
Zum Verhältnis von Liebe und Religion im mittelalterlichen Islam

In dem Vortrag wird es um ein historisch-anthropologisches Thema, nämlich die Liebe gehen. Dabei steht zunächst einmal das Problem im Vordergrund der Betrachtung, inwieweit eine solche Fragestellung – angesichts der sperrigen Quellenlage – überhaupt auf die gesellschaftlichen Verhältnisse in der Vormoderne, hier: auf das 14./15. Jahrhundert in Ägypten anzuwenden ist. Es wird zu sehen sein, dass man zwar eine Reihe von Aussagen zu normativen Konzepten machen kann, sich die konkreten Lebenswelten aber in der Regel einem Zugriff entziehen. Aus diesem Grund kommen die Diskurse von muslimischen Rechts- und Religionsgelehrten wie auch von Angehörigen der Sufi-Elite zur Sprache. Die Liebe des einfachen Mannes kann nur am Rande thematisiert werden.

Vortragender:
Prof. Dr. Stephan Conermann, Vorstandsmitglied des ZERG, wurde 1996 im Fach Islamwissenschaft an der Universität Kiel promoviert. Von 1996 bis 2002 war er wissenschaftlicher Angestellter und Hochschulassistent am Kieler Seminar für Orientalistik. 2001 folgte seine Habilitation zum Thema "Historiographie als Sinnstiftung". Seit 2003 ist er Professor an der Universität Bonn. Prof. Conermann ist Herausgeber der Reihen "Bonner Islamstudien" (BIS), "Bonner Asienstudien" (BAS), "Bonner islamwissenschaftliche Hefte" (BiH), "Narratologia Aliena" und "Mamluk Studies" sowie Mitherausgeber der Reihe "Das Mittelalter. Beihefte". Ferner ist er Sprecher des DFG-Fachkollegiums „106 Außereuropäische Sprachen und Kulturen, Sozial- und Kulturanthropologie, Judaistik und Religionswissenschaft“, des Bonner Asienzentrums (BAZ), des Bonner Zentrums für transkulturelle Narratologie (BZTN), der Bonn International Graduate School of Oriental and Asian Studies (BIGS-OAS) und der DFG-Kollegforschergruppe "Geschichte und Gesellschaft der Mamlukenzeit, 1250-1517". An der Bonner Philosophischen Fakultät  war er von 2008-2011 Prodekan für Forschung und ist seit 2012 Senator der Universität Bonn.

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