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Bilderverehrung und Bildersturm

- Skizzen aus Kirchengeschichte und Christlicher Archäologie -

Diskussion und Plenum

Prof. Dr. Wolfram Kinzig,
Evangelisch-Theologische Fakultät, Abteilung für Kirchengeschichte,
Universität Bonn

Prof. Dr. Sabine Schrenk,
Institut für Archäologie und Kulturanthropologie, Abteilung Christliche Archäologie,
Universität Bonn

Dienstag, 14. Juli 2015
18:00 - 20:00 Uhr c.t.
Hörsaal VIII, Universitätshauptgebäude
Am Hof 1, 53113 Bonn

 

 

Religion ist seit jeher eng mit künstlerischem Schaffen verknüpft. Gerade in allen Bereichen der bildenden Kunst (insbesondere Malerei, Skulptur und Architektur) begegnen die gesamte Kunstgeschichte hindurch immer wieder religiöse Motive – ganz gleich, um welche Religion oder welchen Kult es sich handelt. Die Frage, in welchen Kontexten es nun aber erlaubt, angebracht, erforderlich, sinnvoll oder allein rechtens sein darf, Bilder einzusetzen, ist gerade im Zuge der jüngsten Ereignisse in Paris brisant wie hoch aktuell. Ein Trugschluss wäre es nun aber, anzunehmen, dass Fragen, die die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks betreffen, allein im Islam ein stets kontroverses Thema sind und waren.

Die Experten für Christliche Archäologie und altkirchliche Theologie, Prof. Dr. Sabine Schrenk und Prof. Dr. Wolfram Kinzig, haben in dieser Veranstaltung die Anfänge der christlichen Kunst und die Auseinandersetzungen darum dargestellt und diskutiert:

Die Frage, ob Gott, Christus oder die Heiligen dargestellt werden dürfen und welche Bedeutung man solchen Darstellungen beimessen darf, ist auch im Christentum von Anfang an strittig, wie die Ausführungen von Prof. Kinzig und Prof. Schrenk zeigten. So haben die Referenten ausgeführt, dass Darstellungen mit christlichen Themen erst seit dem mittleren dritten Jahrhundert nachweisbar sind, und sich schon bald danach an der Frage der Verehrung von Bildern große Kontroversen zwischen den Christen im Westen und im Osten Europas entzündeten, die bis in das Mittelalter hinein andauerten.

Diese Veranstaltung des ZERG fand in Kooperation mit dem interdisziplinären und interfakultären Colloquiumszyklus „Paris und die Folgen“ der Philosophischen Fakultät unter der Organisation von Prof. Dr. Anne-Marie Bonnet und Prof. Dr. Volker Kronenberg statt.

 

 

 

 

 

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